Impfungen – sinnvoll oder nicht?

Impfungen können vor Krankheiten schützen, aber auch Nebenwirkungen haben – dieser Tatsache stimmen selbst Impfgegner zu. 

Die Argumentation auf dieser Seite: Eine Impfpflicht darf es nicht geben, da die Immunisierung einen nicht gerechtfertigten Eingriff in die Grundrechte darstellt.

Impfpflicht gegen Masern seit 2020

Seit dem 1. März 2020 gibt es in Deutschland für Menschen in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen eine Impfpflicht gegen Masern. Das vom Bundesgesundheitsministerium eingebrachte und inzwischen beschlossene Gesetz sieht den Nachweis einer Masern-Schutzimpfung für alle Kinder bis zum Eintritt in die Schule oder den Kindergarten vor. Mittelfristig wird die Eliminierung der Infektionskrankheit in der Bevölkerung angestrebt. Auch Lehrer, Erzieher, medizinisches Personal und Personen in der Tagespflege müssen einen entsprechenden Nachweis erbringen.

Video: #kurzerklärt: Ist impfen gefährlich?

Kinderkrankheiten sind nicht ungefährlich

Masern und andere Kinderkrankheiten wie Mumps oder Röteln sind keine ungefährlichen Erkrankungen. Schlimmstenfalls können die Masern-Erreger nämlich bis in das Gehirn wandern und dort eine Hirnhauterkrankung mit bleibenden Schäden oder gar Todesfolge auslösen. Das Risiko, an dieser sogenannten Masern-Enzephalitis zu erkranken, liegt bei 1:1000 und ist damit vergleichsweise hoch. Nach einer Impfung kann das Risiko zu erkranken zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, doch die Wahrscheinlichkeit sinkt um den Faktor 1000.

Röteln wiederum sind vor allem für Schwangere gefährlich. Das ungeborene Kind kann bleibende Schäden davontragen, wenn die Mutter an dieser Infektionskrankheit erkrankt, die bei schwerem Verlauf bis zur Taubheit führen und Männer zeugungsunfähig machen kann. Da bei der Masernimpfung in der Regel ein Kombinationspräparat verabreicht wird, das auch vor einer Infektion mit Mumps- und Rötelnerregern schützt, kann ein Verzicht fatale Folgen haben.

Impfen trainiert das Immunsystem

Das Impfen ist ein effizientes Training für das körpereigene Immunsystem. Der Körper kommt in Kontakt mit stark abgeschwächten Erregern oder nicht infektiösen Bestandteilen. Das ruft die körpereigene Abwehr auf den Plan. Sogenannte Killerzellen schwärmen aus und eliminieren die Erreger. Gleichzeitig wird der Bauplan der Eindringlinge abgespeichert, sodass bei einem neuerlichen Angriff effizient die Abwehr organisiert werden kann. Kommt es zu einem neuerlichen Eindringen der Erreger in den Körper, reagiert das Immunsystem blitzschnell und verhindert den Ausbruch einer Krankheit.

Auf der virtuellen Gesundheitsmesse finden Sie Aussteller, die Ihnen gern weitere Informationen zum Nutzen und zu den Risiken von Impfungen zukommen lassen.

Impfungen vor einer Fernreise

Wer gern Fernreisen unternimmt und zu exotischen Urlaubszielen aufbricht, benötigt einen speziellen Schutz gegen Erreger, die entweder nur am Zielort vorkommen oder in Deutschland seit Jahrzehnten ausgerottet sind. Empfohlen sind in Abhängigkeit vom Reiseziel Impfungen gegen Hepatitis A und B, Typhus, Gelbfieber, Cholera und japanische Enzephalitis. So wird zum Beispiel Typhus in fernen Ländern vorrangig durch Salmonellen übertragen, die sich in kontaminiertem Trinkwasser aufhalten. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie bis zum Tod führen. Überdurchschnittlich hoch ist das Risiko in afrikanischen Ländern, in Südamerika und Südostasien.

Impfschäden sind sehr selten

Wie alle Medikamente sind auch Impfstoffe nicht frei von Nebenwirkungen. Am häufigsten treten Rötungen und Schwellungen im Bereich der Einstichstelle auf. Auch eine vorübergehende Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens kann nach einer Impfung auftreten. Die Betroffenen fühlen sich unter Umständen schlapp und haben manchmal erhöhte Temperatur. Schwere Komplikationen sind nach einer Impfung aber extrem selten. Das liegt auch daran, dass Impfstoffe gegen die häufigsten Infektionskrankheiten eine jahrelange Testphase durchlaufen haben. Kommt es dennoch zu einer unerwarteten Reaktion, nimmt das Paul-Ehrlich-Institut Meldungen von Ärzten und Privatpersonen entgegen. Auf diese Weise wird die Wirkungsweise von Impfstoffen permanent überwacht.

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