Was hilft wirklich gegen Schnarchen?

Schnarchen stört eine erholsame Nachtruhe und kann unter Umständen sogar die Gesundheit gefährden. Meistens bemerken Schnarcher gar nicht, wie der Geräuschpegel stetig ansteigt. Dafür leiden die Bettnachbarn unter der Geräuschkulisse umso stärker. Vor allem Männer in fortgeschrittenem Alter schnarchen. Der Anteil der männlichen Schnarcher liegt bei rund 40 Prozent, während nur acht bis 20 Prozent aller Frauen schnarchen.

Unterschiedliche Ursachen für das Schnarchen

Schnarchen hat unterschiedliche Ursachen und kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Hauptursache ist eine Verengung der oberen Luftwege, die wiederum mehrere Ursachen haben kann. Einerseits kann die zurückfallende Zunge die Atemwege einengen oder versperren, andererseits kann ein Absenken der oberen Gaumenbögen und des Zäpfchens die Atmung beeinträchtigen. Bei vielen Schnarchern tritt sogar eine Kombination beider Ursachen auf. Da sich die Muskulatur des Körpers während des Schlafs entspannt, werden die Phänomene begünstigt. Schnarchen kann aber auch durch eine Erkältung, eine Allergie wie Heuschnupfen, übermäßigen Alkoholkonsum oder Übergewicht hervorgerufen werden.

Schnarchen ist nicht immer ungefährlich

Wer unter einer nächtlichen Atemstörung leidet, bekommt dies oft erst mit, wenn Angehörige das Problem ansprechen. Auf die leichte Schulter sollte das Schnarchen keinesfalls genommen werden, selbst, wenn in den meisten Fällen keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Allerdings haben Studien bewiesen, dass Personen, die stark schnarchen, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben. Auch die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt bei starken Schnarchern um rund 50 Prozent an. Grund ist der eingeschränkte Luftfluss und der damit verbundene Sauerstoffmangel im Blut.

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Gesundheitsrisiko Schlafapnoe

Schlafapnoe ist für die Betroffenen ein Gesundheitsrisiko. Hierbei kommt es während der Nachtruhe wiederholt zu Atemaussetzern. Diese können bis zu 30 Sekunden oder länger anhalten. Bei einigen Betroffenen dauern sie sogar mehrere Minuten. Die Aussetzer haben nicht nur negativen Einfluss auf die Qualität des Schlafs; sie führen auch zu Konzentrationsstörungen und Müdigkeitsanfällen tagsüber. Ebenso leidet die individuelle Leistungsfähigkeit. Schlafapnoe trägt darüber hinaus zur Entwicklung von Bluthochdruck bei, was ein erhöhtes Herzinfarktrisiko zur Folge hat.

Schnarchen: Erfolgversprechende Gegenmaßnahmen

Jede Menge Anti-Schnarchmittel sind auf dem Markt erhältlich. Die Wirksamkeit von Produkten wie Nasenpflaster und Kinnbinden ist überschaubar. Sogenannte Rückenlagen-Vermeidungssysteme wirken nur am Anfang einer „Schnarchkarriere“, wenn das Phänomen noch nicht so stark ausgeprägt ist. Die Gadgets verhindern, dass sich die betroffene Person während der Nachtruhe in die Rückenlage begibt. In dieser Position fallen nämlich Zunge und Gaumensegel in den Rachen und behindern die Atmung. Die weitere Produktpalette reicht von Rucksäcken über spezielle Kissen und T-Shirts bis hin zur Smartphone-App, die den Schlaf permanent überwacht und sofort Alarm schlägt, wenn die Rückenlage eingenommen wird.

Darüber hinaus gibt es Empfehlungen von Medizinern, die dazu beitragen, das Schnarchen zu verringern:

  • Leichte und gut verdauliche Kost als Abendessen
  • Reduzierung von Übergewicht
  • Allergien behandeln lassen
  • Nase frei halten
  • Vermeidung von Alkohol- und Nikotingenuss
  • ausreichende Mengen an Flüssigkeit aufnehmen
  • Oberkörper leicht höher lagern beim Schlafen


Atemmaske und Operation

Als nahezu letztes Mittel, um starkes Schnarchen einzudämmen, gilt das Tragen einer Atemmaske während der Nachtruhe. Wer unter Schlafapnoe leidet und im Schlaf Atemaussetzer hat, darf sich Hoffnung auf eine Bezahlung durch die Krankenkasse machen. Die Maske wird beim Zubettgehen auf das Gesicht gesetzt. Über einen kleinen Schlauch wird Luft in die Maske geleitet, sodass ein leichter Überdruck entsteht. Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung gewährleistet.

Schnarchern, die mit Atemmaske nicht schlafen können, bleibt als letzter Ausweg nur eine Operation. Der Eingriff wird jedoch nur bei Patienten mit Schlafapnoe vorgenommen. Es gibt verschiedene Ansätze, um das Problem in den Griff zu bekommen. Neben einer Verkleinerung des Gaumensegels oder einer Stabilisierung des Weichgaumens kommen in der modernen Medizin auch Schrittmacher für die Zunge infrage. Letztgenannte Methode ist allerdings vergleichsweise neu und Studien zur Langzeitwirkung existieren noch nicht.

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