Macht uns Milch krank?

Milch galt früher als wichtiger Nährstofflieferant und stand im Ruf eines Muntermachers. In den letzten Jahren wird Milch als Lebensmittel jedoch kontrovers diskutiert. Sie steht in dem Verdacht, einige Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Allergien zu fördern.

Wertvolle Inhaltsstoffe in der Milch

Um sich also der Frage: „Macht uns Milch krank?“ zu nähern, lohnt ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Milch besteht zu 87 Prozent aus Wasser.  Der Anteil an Fett, Eiweiß und Milchzucker liegt bei insgesamt 11 Prozent. Der restliche Anteil setzt sich aus Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphat, Magnesium und Vitaminen zusammen. Insbesondere in Entwicklungsländern leistet Milch einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Nährstoffen wie Kalzium, Jod, Zink sowie Vitamin B2 und B12. Zu einem besonderen Lebensmittel machen Milch aber auch die über 400 verschiedene Fettsäuren, die in dem Getränk enthalten sind. Die wertvollen Inhaltsstoffe sind auch der Grund, weshalb Milch die Grundlage der Ernährung bei allen Säugetieren bildet.

Video: Ist Milch gesund & schaden Milchprodukte dem Körper?

Auswirkungen auf den Knochenaufbau

Der hohe Anteil an Kalzium in der Milch wirkt sich förderlich auf den Knochenaufbau aus. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen. Kinder und Jugendliche, die viel Milch trinken und Milchprodukte wie Joghurt oder Käse zu sich nehmen, bilden eine stärkere Knochenstruktur aus. Im Erwachsenenalter hat der vermehrte Konsum von Milch keine positiven Auswirkungen mehr auf den Knochenbau. Knochenschwund lässt sich damit nicht aufhalten und Osteoporose nicht verhindern.

Dessen ungeachtet liefert Milch wertvolles Eiweiß, das im Alter zum Erhalt der Muskulatur benötigt wird. Ab einem Alter von 50 Jahren baut der menschliche Körper vermehrt Muskulatur ab. Mit einer ausreichenden Eiweiß-Versorgung kann dieser Prozess jedoch verzögert werden. Im Besucherbereich der digitalen Gesundheitsmesse finden Sie eine ganze Kategorie, in der es ausschließlich um Fragen der Ernährung geht.

Wie wirkt Milch auf die Verdauung?

Die weit verbreitete Annahme, dass der Verzehr von Milchprodukten und das Trinken von Milch den Darm belastet, stimmt nur zum Teil. Betroffen sind die 10 bis 15 Prozent der Deutschen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden. Bei diesen Personen kann der Darm nämlich den Milchzucker nicht verarbeiten, und es kommt zu Blähungen und Durchfall. Menschen, die an einer Kuhmilchallergie leiden, also rund ein Prozent der Deutschen, vertragen überhaupt keine Milchprodukte. Auch Personen mit Reizdarmsyndrom können nach dem Verzehr von Milchprodukten Verdauungsprobleme bekommen. Alle anderen profitieren von den Inhaltsstoffen der Milch, denn die enthaltenen Milchsäurebakterien haben eine positive Wirkung auf die Darmflora.

Schadet ein Milchverzicht der Gesundheit?

Die meisten Menschen benötigen Milch nicht zwingend, um die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen zu sichern. Voraussetzung ist ein bewusstes Achten auf den Speiseplan. Der Bedarf an Zink, Eiweiß und Kalzium kann über zahlreiche andere Lebensmittel abgedeckt werden. Für eine ausreichende Versorgung mit Jod sorgen jodhaltiges Salz und Fisch wie Lachs, Forelle oder Heilbutt. Vitamin B12 ist in nahezu allen tierischen Produkten enthalten.

Wer als Veganer komplett auf tierische Nahrungsmittel verzichtet, aber ein Glas Milch trotzdem zu schätzen weiß, kann auf Ersatzprodukte aus Soja, Hafer oder Reis ausweichen. Allerdings liegt der Nährstoffgehalt deutlich niedriger als beim Originalprodukt. Bei Kokos- oder Reismilch fehlen Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe nahezu vollständig. Sie werden in der Regel zugesetzt. Lediglich Sojamilch versorgt den Körper mit annähernd so viel Eiweiß wie Kuhmilch.

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